Annette von der Bey

Garten der Lüste

Annette von der Bey, rosa Brunnen
Annette von der Bey, Gruppe Nackter auf Gold Annette von der Bey, Vignetten auf Gold mit roten Früchten Annette von der Bey, Szene mit Vögeln Annette von der Bey, Gruppe Nackter auf Gold Annette von der Bey, Specht, Beerenfresser, Paar Annette von der Bey, Nixenritter mit roter Beere an Angel Annette von der Bey, Nackte in rosa Blüte mit blauer Kugel Annette von der Bey, Paar mit Eisvogel Annette von der Bey, schwarzer Vogel auf Gold Annette von der Bey, Nixenritter Annette von der Bey, Ring Nixenritter Annette von der Bey, Beerenfressergruppe Annette von der Bey, Paar in Schale Annette von der Bey, 3 Beerenfresser Annette von der Bey, Nackte in rosa Blüte Annette von der Bey, Nixenpaar mit Zuschauern Annette von der Bey, schwarzer Vogel auf Gold Annette von der Bey, schwarze Frau mit Pfau auf dem Kopf Annette von der Bey, Nixenritter auf Flügelfisch

Wer bearbeite hier wen? Bosch (der Busch oder Wald) die Bey (altdeutsch Biege) oder Bey den Bosch?
Hieronymus Boschs Werk „Der Garten der Lüste“ bearbeitet mich schon solange ich denken kann und ich bearbeite seinen Garten seit ich male. Natürlich wäre es eine Anmaßung, mich mit Bosch in eine Reihe zu stellen. Ich bin ein Staubkorn neben diesem Giganten der Kunstgeschichte. Die Rollenverteilung ist ganz klar: Er hat dieses über Jahrhunderte tausende von Menschen begeisternde Bild geschaffen und ich bin eine der vielen Personen, die davon inspiriert (oder infiziert?) ist, die es zitiert, kopiert, reproduziert, interpretiert und von ihm profitiert.
Mein kleines Projekt „Garten der Lüste“ greift Details aus Boschs Werk auf, isoliert sie in klein- und kleinstformatigen Bildern, die von Schmuckstücken, - kleinen Skulpturen-, begleitet werden, die wiederum Bezug auf die Details nehmen.
Was ich damit bezwecke, außer meine Schaffenslust zu befriedigen, ist, den Blick zu fokussieren und zum ganz genauen Hinsehen und Hinfühlen zu verleiten.
Unsere Welt, in der Bilder inflatorisch über das Internet und Online-Plattformen das menschliche Auge überfluten und abstumpfen, wird das genaue Hinsehen zunehmend vernachlässigt. Auch die Vielfalt der haptische Wahrnehmung verliert an Bedeutung. In der virtuellen Welt wird sie nicht benötigt. Ein großer (Sinnes-)Verlust, meine ich.
Also hoffe und versuche ich, mit meinen Kleinstwerken den ein oder anderen Betrachter und Befühler anlocken zu können und mit dem Aufruf:„Finde das Detail!“ dazu anregen zu können, einen genauen Blick auf Boschs Werk zu werfen. Wer einmal angefangen hat darin zu suchen, wird sicher eine Menge finden.
Danke Hieronymus Bosch, dass Du dieses unbeschreibliche Werk geschaffen hast und danke an alle, die es über mehr als 500 Jahre bewahrt und erhalten haben.

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